{"id":642,"date":"2017-10-29T21:09:38","date_gmt":"2017-10-29T20:09:38","guid":{"rendered":"http:\/\/theaterkonstellationen.ch\/?page_id=642"},"modified":"2022-04-05T14:12:48","modified_gmt":"2022-04-05T12:12:48","slug":"vrenelis-gaertli","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonasknecht.com\/?page_id=642","title":{"rendered":"Vrenelis G\u00e4rtli"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Nach dem Roman von Tim Krohn in einer Theaterfassung von Anita Augustin und Jonas Knecht<\/strong><\/h1>\n<h2>theater konstellationen, Theater Chur, Sophiens\u00e6le Berlin und Theater St.Gallen<\/h2>\n<p>Premiere der Urauff\u00fchrung war am 20.1.2010 am Theater Chur und am 5.2.2010 an den Sophiens\u00e6len Berlin<br \/>\nDie Wiederaufnahme-Premiere am Theater St.Gallen war am 03.11.2016<\/p>\n<p>[masterslider alias=&#8220;ms-2-2&#8243;]<\/p>\n<p>Heidi kennt jeder. Das Vreneli nicht. Dabei ist das Vreneli fast wie das Heidi, nur anders.<br \/>\nVreneli kommt in den Schweizer Bergen zur Welt, in einem Stall, und ihre Mutter hat nicht viel Zeit f\u00fcr die Geburt. K\u00fche melken ist dort oben genauso wichtig, wie Kinder auf die Welt bringen. So sieht es das Vreneli auch, und sie macht sich wenige Minuten nach ihrer Geburt nicht weiter wichtig. Sie krabbelt auf allen Vieren (erste Minute), sie stellt sich auf zwei Beine (zweite Minute), sie l\u00e4sst ihre Mutter in Ruhe weiter melken (dritte Minute) und l\u00e4uft davon. Das alles kann Heidi nicht. Au\u00dferdem kann Heidi nicht als Fuchs durch die W\u00e4lder streifen, keine Blumen auf den wei\u00dfen Firn pinkeln und keine handfeste Hungersnot \u00fcbers Tal zaubern.<br \/>\nIn \u201eVrenelis G\u00e4rtli\u201c erleben wir, wie das Vreneli geboren wird, was es so treibt, und woran es stirbt. Wiederauferstehung inklusive.<br \/>\nWer kommt, ist dabei!<\/p>\n<hr \/>\n<h1>Besetzung<\/h1>\n<div class=\"bcc-column-cont row mceNonEditable\">\n<div class=\"bcc-column col-lg-6 col-md-6 col-sm-12 col-xs-12\">\n<p><strong>Produktionsteam<br \/>\n<\/strong>REGIE Jonas Knecht<br \/>\nDRAMATURGIE Anita Augustin<br \/>\nB\u00dcHNE &amp; KOST\u00dcME Brigit Kofmel, Markus Karner<br \/>\nCHOREOGRAFIE Cornelia L\u00fcthi<br \/>\nMITARBEIT REGIE &amp; AUSSTATTUNG Lorenz Seib<br \/>\nLICHT &amp; TECHNISCHE EINRICHTUNG Roger Stieger<br \/>\nKOST\u00dcMANFERTIGUNG Susi R\u00fcttimann, Beatrice Hiestand<br \/>\nPRODUKTIONSLEITUNG Gabi Bernetta<\/p>\n<p>PRODUKTION theater konstellationen in Koproduktion mit Theater Chur, Sophiensaele Berlin, Fabriktheater Rote Fabrik Z\u00fcrich und Theater St.Gallen<\/p>\n<p>Die Auff\u00fchrungsrechte liegen beim Verlag der Autoren in Frankfurt am Main<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"bcc-column col-lg-6 col-md-6 col-sm-12 col-xs-12\">\n<p><strong>Spiel<\/strong><br \/>\nEleni Haupt, Anja Tobler, Matthias Fl\u00fcckiger, Mathis K\u00fcnzler<\/p>\n<p><strong>Live-Musik<\/strong><br \/>\nAnna Trauffer und Mathias Weibel<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix mceNonEditable\"><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<h1>Video<\/h1>\n<p>Trailer<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Theater St.Gallen \/ Vrenelis G\u00e4rtli (Tim Krohn) \/ Trailer\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/297620598?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"500\" height=\"281\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write\"><\/iframe><\/p>\n<p>Vorstellungsmittschnitt<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"theater konstellationen \/ Vrenelis G\u00e4rtli (nach Tim Krohn)\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/88565372?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write\"><\/iframe><\/p>\n<hr \/>\n<h1>Presse<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/www.saiten.ch\/schweiz-theater\/\">Peter Surber im Saiten vom 04.12.2016<\/a> \u2013\u00a0Auf \u00abVrenelis G\u00e4rtli\u00bb folgt demn\u00e4chst \u00abDas Schweigen der Schweiz\u00bb und \u00abDurcheinandertal\u00bb: Das kritische Heimattheater des neuen St.Galler Schauspieldirektors bekommt Konturen.<\/p>\n<p><strong>Kurz und Kritisch<\/strong><\/p>\n<p>\u00abEin magischer Theaterabend.\u00bb <strong>(Tages Anzeiger)<\/strong><\/p>\n<p>\u00abNicht weniger unter die Haut geht Vrenelis atemlose Erz\u00e4hlung von der Flucht vor dem b\u00f6sen Hexer.\u00bb <strong>(Neue Z\u00fcrcher Zeitung)<\/strong><\/p>\n<p>\u00abWas die vier Schauspieler unter der Regie von Jonas Knecht am Mittwochabend im Theater Chur auf die B\u00fchne brachten, nahm das Publikum von Beginn an gefangen. Wie gebannt verfolgte es das Geschehen in \u2039Vrenelis G\u00e4rtli\u203a. Zu Recht. Denn in der Urauff\u00fchrung des St\u00fcckes von Anita Augustin und Jonas Knecht brillierte das Ensemble um Eleni Haupt, Anja Tobler, Mathias Fl\u00fcckiger und Mathis K\u00fcnzler mit einer grandiosen schauspielerischen Leistung.\u00bb <strong>(S\u00fcdostschweiz)<\/strong><\/p>\n<p>\u00abAnna Trauffer (Kontrabass) und Matthias Weibel (Geige) rhythmisieren diesen bilderstarken Abend, in dem die Schauspieler (Eleni Haupt, Anja Tobler, Mathias Fl\u00fcckiger, Mathis K\u00fcnzler) durch Witz wie ein variantenreiches Spiel gl\u00e4nzen.\u00bb <strong>(Aargauer Zeitung)<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDie Stahlwand als zentrales Element der Theaterb\u00fchne (B\u00fchne und Ausstattung: Brigit Kofmel) ist der blanke Fels, an ihr wird herumgekraxelt, sie bietet Widerstand und Anlehnung. Eine Klagemauer. Ein Grenzort. An ihrer Oberfl\u00e4che prallt das Fluchen, Maulen und Umenwetteren ab. Und das Echo der Juchzer, die so unvermittelt aus M\u00fcndern rollen, wie ein Steinschlag vom Berg. Eine unberechenbare Welt, mystisch, neblig, wortkarg.\u00bb <strong>(St.Galler Tagblatt)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zauberhafte M\u00e4r aus der Glarner Bergwelt (Marina Bolzli in der Berner Zeitung vom 14.01.2011)<\/strong><br \/>\n<strong><em>Die heimatlichen Berge sind beengend \u2013 aber nicht nur: Das beweist die grandiose B\u00fchnenversion von Tim Krohns mythischem Alpenroman \u00abVrenelis G\u00e4rtli\u00bb, im Schlachthaus-Theater.<br \/>\n<\/em><\/strong>Volksmusik und ein verzweifelt lauter Juchzer. Milch und K\u00e4s. Und K\u00e4s und Milch. Und Milch und K\u00e4s und Schuld. Im Schlachthaus-Theater ist die enge Glarner Bergwelt eingekehrt. Sie sitzt den Menschen im Nacken, symbolisiert durch eine glatte, steile Blechwand am hinteren B\u00fchnenrand. Beengend und abergl\u00e4ubisch machend. In diese Welt hinein wird das Vreneli geboren, ein \u00abbsungrigs\u00bb Wesen, eines mit einem \u00abTierli\u00bb in sich, einem \u00abF\u00fcchsli\u00bb. Sch\u00f6pfer dieses Bergm\u00e4dchens ist der geb\u00fcrtige Deutsche Tim Krohn, der mit \u00abQuatemberkinder\u00bb und der Fortsetzung \u00abVrenelis G\u00e4rtli\u00bb eine mystische Bergwelt kreiert hat, voll von zauberhaften und be\u00e4ngstigenden Wesen, die umgetrieben sind von der Frage, wer sich schuldig macht und ob die Schuld im Diesseits oder im Jenseits geb\u00fcsst werden muss. Seine Menschen sprechen eine sonderbare Sprache, ein nie geh\u00f6rtes Gemisch aus Hochdeutsch und urchigen Dialektausdr\u00fccken, eine sehr rhythmische und musikalische Sprache.<br \/>\nDas theater konstellationen um den Ostschweizer Jonas Knecht hat nach \u00abQuatemberkinder\u00bb nun auch \u00abVrenelis G\u00e4rtli\u00bb auf der B\u00fchne umgesetzt. Sehr musikalisch, aus wenig Mitteln und mit viel Fantasie kreiert die Gruppe ihre eigene Version der Vriine und l\u00e4sst den Autor und seine sonderbare Sprache dabei immer durchschimmern. Die Vriine n\u00e4mlich hat kein leichtes Los, Kind des im Tal ungeliebten Fessisbauern, Mutter tot, wird es zum Bersi\u00e4neli geschickt. Das Bersi\u00e4neli, so sagt man, verb\u00fcsse seine Schuld auf Erden, und k\u00f6nne seit Jahrhunderten nicht sterben. Daf\u00fcr zaubern. Und die Vriine wird wild und \u00fcberm\u00fctig ins Handwerk eingef\u00fchrt \u2013 nur dass sie sich dann dummerweise mit einem b\u00f6sen Zauberer (Matthias Fl\u00fcckiger) anlegt. Hier schimmern Bergmythen durch, M\u00e4rchen, die vom theater konstellationen lustvoll aufgenommen werden. Das Bersi\u00e4neli (Eleni Haupt) tanzt und kr\u00e4chzt, ihr Rabe (Mathis K\u00fcnzler) wackelt und st\u00f6ckelt, die Vriine (Anja Tobler) \u00e4ugt und staunt und lernt. Aus wenig wird unglaublich viel gemacht \u2013 schauspielerisch, musikalisch und ausstattungsm\u00e4ssig. Die vier Schauspieler schl\u00fcpfen m\u00fchelos und immer glaubw\u00fcrdig von einer Rolle in die andere und geben zwischendurch den Erz\u00e4hler, damit das Publikum den Faden nicht verliert.<br \/>\nAnna Trauffer und Mathias Weibel begleiten das St\u00fcck mal auf Kontrabass und Geige, dann wieder mit unz\u00e4hligen selbst gebastelten oder umfunktionierten Instrumenten. Die Schauspieler nehmen die Rhythmik auf, brauchen die aufklappbaren roten Blechtische als Stampfboden, die Stahlwand als \u00abWettermacherin\u00bb, die Musikdose als Kuh. Mit dem kargen B\u00fchnenbild und unverfroren tief aus der \u00abVerkleiderlikiste\u00bb\u00a0hervorgekramten Trouvaillen wie einem Fuchsfell, alten Skist\u00f6cken oder einem h\u00e4sslichen Lackmantel ist Ausstatterin Brigit Kofmel ein wahres Kunstst\u00fcck gelungen.<br \/>\nDass die M\u00e4r vers\u00f6hnlich oben im Himmel endet, ist irgendwie absehbar \u2013 und geschieht nach eineinhalb Stunden doch so pl\u00f6tzlich, dass der Wunsch aufkommt, die Glarner Bergwelt m\u00f6ge noch mehr ihrer Geschichten erz\u00e4hlen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Roman von Tim Krohn in einer Theaterfassung von Anita Augustin und Jonas Knecht theater konstellationen, Theater Chur, Sophiens\u00e6le Berlin und Theater St.Gallen Premiere&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/jonasknecht.com\/?page_id=642\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Vrenelis G\u00e4rtli<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":133,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-642","page","type-page","status-publish","hentry","ratio-natural","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=642"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/642\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2448,"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/642\/revisions\/2448"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/jonasknecht.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}